Prix Suisseculture 2010
Prix Suisseculture an Patrik Landolt
Der Prix Suisseculture, der dieses Jahr zum zweiten Mal verliehen wird, geht an den Zürcher Musikproduzenten, Musikverleger und Publizisten Patrik Landolt. Der Preis wird am 1. Juni 2010 in feierlichem Rahmen im Theater Neumarkt Zürich in Anwesenheit von Regierungsrat Markus Notter überreicht.
Mit dem Prix Suisseculture in der Höhe von 20 000 Franken zeichnet eine unabhängige Jury eine Persönlichkeit aus, die sich besondere Verdienste um die Förderung und Vermittlung des Kulturschaffens in der Schweiz erworben hat. Zweck des Preises ist es, eine ausserordentliche kulturelle und kulturpolitische Leistung zu verdanken und dem Publikum bekannt zu machen. Der Prix Suisseculture wird von Suisseculture ausgeschrieben, der Dachorganisation der Kulturschaffenden in der Schweiz. Gestiftet wird er von der Schweizerischen Interpreten Stiftung SIG.
Mit Patrik Landolt, geb. 1956, ehrt die Suisseculture einen äusserst engagierten Kulturfachmann, der sich seit Jahrzehnten für den Jazz und die experimentelle Musik einsetzt. So war er Gründungsmitglied des Veranstaltungsteams «Fabrikjazz», und der Festivals «Taktlos» und «Unerhört» sowie Initiant und Leiter der «Schaffhauser Jazzgespräche». Von 1981 bis 2002 war er Kulturredaktor der WoZ. Seit 1986 betreibt er das CD-Label Intakt-Records. Mit «Unerhört» wurde ein neuer Typus des Jazzfestivals geschaffen: ein Festival, bei dem die Musikerinnen und Musiker auch in der Programmierung den Ton angeben, und das die Musik vom Kulturzentrum über Museen, Jazzclubs, Theaterhäuser, Musikhochschulen und Gymnasien bis ins Altersheim trägt.
Die Jury des Prix Suisseculture tagte unter dem Vorsitz der Präsidentin von Suisseculture, Ruth Schweikert. Der Jury gehörten der Zürcher Regierungsrat Markus Notter, die Waadtländer Nationalrätin Josianne Aubert, der Direktor der Zürcher Hochschule der Künste Thomas Meier, der Filmemacher und –produzent Samir, die Ko-Direktorin des Theaters Neumarkt Barbara Weber und die DRS-Kulturredaktorin Karin Salm an.
Prix Suisseculture 2008
1. Prix Suisseculture an Frédéric Gonseth am 12. September in Freiburg verliehen
Zum ersten Mal vergibt Suisseculture, die Dachorganisation der Kulturschaffenden der Schweiz, den Prix Suisseculture. Der Preisträger ist der Westschweizer Filmemacher und Kulturförderer Frédéric Gonseth.
Gonseth war unter anderem Initiator des kollektiven Projekts «Archimob», das die Erinnerungen von Schweizerinnen und Schweizern aus der Zeit des Aktivdienstes dokumentiert. Mit dem Prix Suisseculture wird Frédéric Gonseth auch für sein Engagement als Präsident der Organisation CultureEnJeu ausgezeichnet, die sich beispielhaft für die Finanzierung von kulturellem Schaffen einsetzt.
Mit dem Prix Suisseculture in der Höhe von 20 000 Franken zeichnete die unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Daniel Fueter, dem ehemaligen Präsidenten von Suisseculture, eine Persönlichkeit aus, die sich besonders um die Vermittlung und Förderung des Kulturschaffens in der Schweiz verdient gemacht hat. Zur Jury gehörten zudem die Freiburger Staatsrätin Isabelle Chassot, die Direktorin des Migros-Kulturprozents, Hedy Graber, der Kulturförderer Christoph Reichenau, der Publizist Aurel Schmidt, die Schriftstellerin Ruth Schweikert und die Kunsttheoretikerin Gesa Ziemer.
Laudatio von Jean-François Bergier (französisch)
