Konkretere Kulturleistungen der SRG SSR
Suisseculture fordert eine Stärkung des Service public und eine Konkretisierung des Auftrags von Radio und Fernsehen, insb. der SRG SSR, im Bereich Kultur und Kunst:
1. Finanzierung des medialen Service public auf bisherigem Niveau halten
2. SRG als Kulturorganisation: Produktion, Vermittlung, Berichterstattung
3. Konzeptvorschlag für die Planung und Rechenschaftsablage der SRG SSR
Als Dachverband aller Verbände professioneller Kulturschaffender der Schweiz äussern wir uns zur Erneuerung der SRG-Konzession und zum Auftrag der SRG SSR.
Suisseculture setzt sich für die Stärkung des Service public in Radio und Fernsehen ein, wie auch im übrigen publizistischen Angebot der SRG SSR. Die finanziellen Mittel der konzessionierten Sendeunternehmen sind auf bisherigem Niveau zu bewahren.
Die Bedeutung eines öffentlich finanzierten Medienunternehmens zeigt sich nicht nur in den News, der Politikberichterstattung und der Reflexion gesellschaftlicher Themen, sondern auch in der Kulturproduktion, der Vermittlung der Kunstsparten und der Berichterstattung über die Tätigkeit und die Entwicklung von Künstler:innen aller Art namentlich in der Schweiz.
Die SRG SSR sollte ihre Kulturleistung konkreter definieren und transparenter präsentieren. Dies zur Verständigung sowohl im Unternehmen als auch gegenüber Anspruchsgruppen und Publikum. Suisseculture hat der SRG SSR zu diesem Zweck einen Konzeptvorschlag vorgelegt.
Abzulehnen sind Vorstösse, welche den medialen Service public und/oder die SRG SSR in seiner Finanzierung beschneiden oder auf eine Leistung im Bereich Nachrichten, Politik und Gesellschaft reduzieren. Stattdessen muss die Kultur und Kunst als gleichwertige Strategie mit gleichwertigen Führungsinstrumenten und Kennzahlen geführt werden.
Nur ein Selbstverständnis als Kulturunternehmen und als Vermittlerin von Kunst, Künstlerinnen und Kunstlandschaft – generell und je Sparte – entspricht dem Auftrag der Bundesverfassung in Art. 93 BV.